Verschlucken/Ersticken

Kinder und Säuglinge nehmen kleine Gegenstände häufig in den Mund. Dadurch besteht die Gefahr des Verschluckens. Häufig sind Kinder von 1-4 Jahren betroffen. Die häufigsten Fremdkörper beim Kleinkind sind Nahrungsmittel wie Erdnüsse, bei älteren Kindern Kunststoffteile von Spielsachen. Kleinere Gegenstände gelangen häufig in den Magen und werden über natürlichen Weg wieder ausgeschieden. Häufig sind keine Maßnahmen notwendig. Es gibt aber einige Ausnahmen (Knopfbatterien/kleine Magnete). Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eine Gefährdung für Ihr Kind besteht, können Sie sich rund um die Uhr bei der Informationszentrale gegen Vergiftungen (Tel.: 0228-19240) informieren. Sie werden dort jederzeit von einem Arzt beraten. Der Anruf ist für Sie kostenlos.

Wenn sich die Gegenstände vor die Luftröhre legen oder in die Lunge gelangen, besteht die Gefahr des Erstickens. Das Eindringen von Fremdkörpern in die Atemwege nennt der Mediziner „aspirieren“. Dadurch kann es zu einer teilweisen oder kompletten Verlegung der Atemwege kommen. Die meisten Fremdkörperaspirationen führen nicht zu lebensbedrohlichen Verlegungen der Atemwege. Meist kann der aspirierte Fremdkörper in der Klinik im Rahmen einer Lungenspiegelung wieder entfernt werden.

Sollte Ihr Kind jedoch Atemnot bekommen müssen Sie rasch und beherzt handeln!