Baby-Ratgeber: Die ersten Tage zu Hause

Liebe Eltern,
die Geburt Ihres Kindes wird einer der wichtigsten Momente in Ihrem Leben sein.  Wir möchten, dass die Geburt Ihres Kindes ein natürliches und schönes Erlebnis für Sie und Ihren Partner wird! Dabei sind menschliche Zuwendung und Geborgenheit sowie ein Höchstmaß an Sicherheit für Sie und Ihr Kind unser erstes Anliegen. Es ist eine große Herausforderung, sich in dieser neuen Lebenssituation zurechtzufinden. Wir möchten Sie mit unserer Erfahrung, unserem Wissen und unserer ganzen Aufmerksamkeit begleiten. Auf dieser Seite haben wir alle wichtigen Informationen für die ersten Tage mit Ihrem Baby zu Hause zusammengetragen.

Ihr Team vom Kindernotfall Bonn

Wichtige Telefonnummern:

Notarzt: 112

Giftnotruf: 0228 / 19 240

Elterntelefon: 0800 – 111 0 550

Hebammenzentrale Rhein-Sieg/Bonn:  0228 – 210195

Hilfreiche Links/Informationen:

Hebammenzentralen NRW

Ratgeber „Das Baby“ (Bundeszentrale f. gesundheitliche Aufklärung)

Der Plötzliche Säuglingstod (Sudden Infant Death Syndrome; SIDS) ist der plötzliche und unerwartete Tod eines zuvor normal und gesund erscheinenden Säuglings, ohne dass ein eindeutiger medizinischer Grund gefunden wird. Eine eindeutige Erklärung für den plötzlichen Säuglingstod gibt es bisher nicht. Man geht von einer multifaktoriellen Genese aus.  In zahlreichen Studien konnten Risikofaktoren für den Plötzlichen Säuglingstod, sowie schützende Maßnahmen ermittelt werden. Bei Beachtung der schützenden Maßnahmen kann das Risiko für einen Plötzlichen Säuglingstod fast ganzlich minimiert werden.

Im 1. Lebensjahr gilt: 

  • Immer auf dem Rücken und im Babyschlafsack!
    Diese Maßnahme allein vermindert das Risiko des plötzlichen Säuglingstodes um mehr als 50 Prozent!
  • Kein Kopfkissen. Keine Decke.
    Kopfkissen, Bettdecken, Nestchen und Stofftiere können die Atemwege Ihres Kindes verlegen und gehören nicht in ein Babybett!
  • Im eigenen Babybett. Im Elternschlafzimmer.
    Säuglinge sollten im elterlichen Schlafzimmer, aber im eigenen Bett schlafen. Schlafen Sie nicht mit Ihrem Kind in einem Bett!
  • Überwärmung vermeiden.
    Vermeiden Sie eine Überwärmung Ihres Kindes (Schlafzimmer nicht über 18 °C heizen, keine Mütze innerhalb des Hauses, Gitterbett, feste luftdurchlässige Matratze, kein Babyfell). Stellen Sie das Babybett nicht neben die Heizung oder in die pralle Sonne.
  • Rauchfreie Umgebung.
    Rauchen Sie nicht im Haus. Sorgen Sie für eine rauchfreie Umgebung.
  • Lassen Sie Ihr Kind impfen!
    Kinder die entsprechend der Empfehlungen geimpft sind weisen ein deutlich niedrigeres Risiko für den Plötzlichen Säuglingstod auf.
  • Weitere Gefahrenquellen ausschließen:
    Hängen Sie keine Schnüre oder Bänder in Reichweite Ihres Kindes auf. Verzichten Sie auf Halskettchen, Ohrringe u. ä.

Download Informationen zur Verhinderung des Plötzlichen Kindstod (SIDS):

Sicherer Schlaf für Ihr Baby

Sicherer Schlaf für Ihr Baby (arabisch)

Liebe Eltern,

uns ist es ein wichtiges Anliegen Ihnen die lebensrettenden Maßnahmen im Falle von Verschlucken/Ersticken bei Kindern und Säuglingen zu vermitteln. Die Maßnahmen sind einfach zu erlernen und anzuwenden. Im Fall der Fälle sollten Sie in der Lage sein Ihr Kind zu retten! Auf unserer Seite finden Sie alle wichtigen Informationen rund um das Thema Verschlucken/Ersticken. Investieren Sie einige Minuten Ihrer Zeit in die Sicherheit Ihres Kindes und lesen Sie unsere Informationen.

Alle Maßnahmen bei Verschlucken und drohendem Ersticken.

Kinderärzte der Uniklinik Bonn zeigen Ihnen Schritt für Schritt die richtigen Abläufe der Wiederbelebung (Reanimation) bei Säuglingen und Kindern. Lernen Sie in 5 Minuten, wie Sie das Leben Ihres Kindes retten können.

Sehen Sie hier unser Schulungs-Video

Da eine Notfallsituation fast immer ohne Vorwarnung eintritt, sollten Eltern einige Vorkenntnisse erwerben, wie man im Notfall als Ersthelfer wirkungsvoll und adäquat handelt. Denn oftmals können gezielte Maßnahmen während der ersten Minuten nach einem Notfall entscheidend sein.

Wie aber reagiere ich wenn es zum Notfall kommt? Was ist richtig, was ist falsch? Wo finde ich Hilfe, wer ist mein Ansprechpartner in einer Notsituation? Was kann ich selber für mein Kind tun bis professionelle Hilfe eintrifft?

Erfahrene Kinderärzte des Universitätsklinikums zeigen Ihnen anhand von vielen praktischen Beispielen, wie Sie Ihrem Kind im Notfall mit wirkungsvollen Maßnahmen helfen können.

Wir vermitteln Ihnen in unserem Elternkurs „Erste Hilfe bei Kindern/Kindernotfälle“ das praktische Wissen, damit Sie in Notfallsituationen Ruhe bewahren und im entscheidenden Augenblick das Richtige für Ihr Kind tun.

Weitere Informationen zu den Kursen

Das Neugeborenen-Screening wird durchgeführt, um rechtzeitig zu erkennen, ob bei Ihrem Kind eine Stoffwechsel- oder Hormonstörung vorliegt, die einer raschen Behandlung bedarf. Das Blut für das Neugeborenen-Screening muss zwischen der 36. und 72. Lebensstunde Ihres Kindes abgenommen werden. Es wird entsprechend den Bestimmungen des Gendiagnostikgesetzes und nach den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen untersucht. Die Untersuchung erfordert Ihr schriftliches Einverständnis. Sie erhalten nach der Geburt ein ausführliches Aufklärungsformular über die untersuchten Erkrankungen und können uns bei Rückfragen hierzu jederzeit ansprechen. In über 98% erhalten wir einen Normalbefund.

Vitamin D ist entscheidend an der Härtung der Knochen beteiligt. Die über Muttermilch oder Säuglingsnahrung zugeführte Menge an Vitamin D reicht aber nicht aus, um die gewünschte Versorgung sicherzustellen. Fluorid ist wichtig für die Prophylaxe von Zahnkaries.
Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin empfiehlt die Gabe eines Kombinationspräparates aus Vitamin D und Fluorid. Die Tablette wird ab dem 10. Lebenstag vor dem Stillen/Füttern in die Wangentasche des Kindes gelegt und löst sich dort rasch auf. Bei der U2-Untersuchung erhalten Sie die erste Packung, die genügend Tabletten bis zum Zeitpunkt der U3-Untersuchung enthält. Wenn Sie sich unsicher sind sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Kinderarzt

Sind in Ihrer Familie angeborene Hüfterkrankungen (Hüftdysplasie) bekannt oder wurde Ihr Kind aus Beckenendlage geboren, erfolgt eine Ultraschalluntersuchung der Hüftgelenke bereits bei der U2-Untersuchung. Bei allen Kindern ohne diese Risikofaktoren erfolgt diese Untersuchung in der 4.-5. Lebenswoche im Rahmen der U3.

Durch das Hörscreening können angeborene oder um den Geburtszeitpunkt auftretende Hörstörungen frühzeitig erkannt werden. Durch eine rechtzeitige Behandlung können die Folgen einer solchen Hörstörung vermieden werden Der Hörtest ist für Ihr Kind völlig schmerzfrei und kann am besten durchgeführt werden, wenn Ihr Kind schläft.

Info-Broschüre: Neugeborenen Hörscreening Elterninformation zur Früherkennungsuntersuchung von Hörstörungen bei Neugeborenen

Vitamin K spielt eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung. Bei einem Mangel kann es zu Hirn-, Haut und Darmblutungen kommen. Da Neugeborene noch keinen ausreichenden Vitamin-K-Speicher besitzen, sind sie auf eine schnelle Vitamin-K-Zufuhr nach der Geburt angewiesen. Durch die prophylaktische Gabe von Vitamin K zum Zeitpunkt der ersten drei U-Untersuchungen kann ein Vitamin K-Mangel und ein damit verbundenes Blutungsrisiko verhindert werden.